Mittlerweile bezweifelt niemand mehr, daß Riga eine Stadt der Inspiration ist. Ohne Inspiration, wäre es nicht möglich, solche Feste zu feiern, wie sie Riga feiert. Ohne Inspiration gäbe es nicht die Vielfalt an Musik, Gedichten und Geschichten, wie es sie hier seit jeher gibt. Aber woher nimmt Riga seine Inspiration? Wo wird sie geboren?

Im Wasser?
Weil Riga selbst in großem Maße aus Wasser entstanden ist. Vor 800 Jahren kamen Schiffe aus Deutschland mit Männern - fanatischen Glaubenskämpfern und übermütigen Abenteurern - die beschlossen: hier muß ihre Stadt sein. Ein lettischer Bauer, der in diese ausländische Stadt kam, dichtete ein Lied, daß Riga im Wasser stehe. Riga wollte nie für sich den Titel „Venezien des Nordens“ beanspruchen, dennoch ist sie sei jeher daran gewöhnt, ihr Spiegelbild zu sehen - im Wasser der Daugava.

Vom Wind?
Verschiedene Winde sind in acht Jahrhunderten über Riga hinweg geweht, und was alles haben sie nicht mit sich gebracht! Mit dem Westwind kamen ausländische Handelsschiffe, orientalischen Gewürz- und amerikanischem Tabaksduft verströmend. Den fremden Hauch Asiens brachte der Ostwind, schneidend wie des Steppennomaden Säbel. Der Nordwind verwandelte Dächer in Schneewehen und Teiche in Eisbahnen. Der Südwind brachte beruhigenden Duft blühender Feldern und reifenden Korns. Nicht umsonst sind Windzeiger Symbol Rigas - goldene Hähne auf den Türmen der Stadt. Einwohner Rigas sind es gewohnt, sich nach dem Wind zu richten.
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